Galaxien und Nebel

Für die Bilder gibt es separate Objektbeschreibungen:

1. Zeile:  Bild 1=Galaxie M81 /  Bild 2=Galaxien M81+M82 /  Bild 3=Leo-Triplet /  Bild 4=Rosettennebel 4 /  Bild 5=Pferdekopfnebel

2. Zeile:  Bild 1=Orionnebel / Bild 2=Ringnbel in der Leier / Bild 3=Supernovae / Bild 4=Krebsnebel / Bild 5= xxxxx

3. Zeile:  Bild 1=Strudelgalaxie / Bild 2=Markarians Galaxienkette / Bild 3=Nordamerikanebel / Bild 4= Cirrusnebel



Der Lagunennebel M8 mit dem offenen Sternhaufen NGC6530 steht für mich sehr weit südlich bei -24 im Sternbild Schütze. Erschwerend sind auch die Sichtverhältnisse: Zwischen einer Häuserecke und einer Baumgruppe bleibt nur ein Fenster von ca. 30 Grad. Daher ist die Belichtungszeit begrenzt. Der Autoguider „meckert“ außerdem über dünne Äste die am Ende der Belichtungsreihe in das Bildfeld ragen.

 

Astrophysik: In dem hellen, hier überbelichteten Bereich steht der Stern Herschel 36 mit 1,6 millionenfacher Leuchtkraft der Sonne. Dieser und weitere leuchtkräftige Sterne regen das umgebende Wasserstoffgas HII zum Leuchten an. Das Gebiet ist eine aktive Sternentstehungsregion.

 

Die Entfernung beträgt etwa 4310 Lichtjahre.


Der Cirrus-Nebel im Sternbild Schwan ist der sichtbare Überrest einer Supernova-Explosion vor ca. 8000 Jahren (die Angaben schwanken zwischen 5000 und 18000 Jahren). Die Entfernung wird mit 1500 Lichtjahren angegeben.

Der verursachende Stern wurde noch nicht gefunden. Die Aufnahme zeigt den Nebel im Lichte der Wasserstofflinie Hα.

 

Der Nebel wurde 1784 von William Herschel entdeckt.

 

Die einzelnen Teile sind in den Katalogen unter

NGC 6960 / NGC 6974 / NGC 6979 / NGC 6992 / NGC 6995 / IC1340

aufgeführt.

 

 


Die Region  um den Stern Sadr im Sternbild Schwan ist ein von Gas- und Staubwolken durchzogenes interstellares Gebiet. Diese Gebiete enthalten ionisierten Wasserstoff  (HII=leuchtende Gebiete) und  neutralen  Wasserstoff (HI=nicht leuchtend, Dunkelwolken).

 

Die leuchtenden Gebiete=Emissionsnebel werden durch benachbarte heiße Sterne zum Leuchten angeregt. Diese Regionen sind Gebiete aktiver Sternentstehung.

 

Die dunklen Gebiete sind  Regionen hoher Dichte die das Licht dahinterliegender Sterne abdunkeln oder absorbieren.

 

Am rechten Bildrand ist der "Sichelnebel"=NGC 6888 zu sehen. Dieser wurde am 15. Dezember 1742 von dem deutsch-britischen Astronomen William Herschel entdeckt.

 


Entdeckt wurde der Nordamerikanebel wahrscheinlich schon 1786 von Wilhelm Herschel.  Max Wolf lichtete ihn im Dezember 1890 mit dem 6 Zoll-Doppelastrographen seiner Privatsternwarte  erstmals fotografisch ab.

 

 

 

Der Nebel, der inmitten der sternreichen Sommermilchstraße im Sternbild Schwan (Cygnus) liegt wurde wegen der Form seines Umrisse „Nordamerikanebel“ benannt.  Die offizielle Bezeichnung ist NGC7000.

 

Getrennt durch eine Dunkelwolke ist der Umriss eines Pelikans zu erkennen (offiziell IC5070).

 

Beide Gebiete gehören zu einer großen Wasserstoffregion im Sternbild Schwan, in dieser entstehen immer wieder neue Sterne. Die dunklen Gebiete entstehen durch Absorption dunkler Molekülwolken.

 

Die hellsten und heißesten Sterne ionisieren das umgebende Gas, so das dieses intensiv rot im Lichte der H-Alpha-Linie leuchtet. Die anregenden Sterne sind bis heute nicht sicher identifiziert.

 

Die Entfernung ist nicht sicher bestimmt und wird mit 2000…3000 Lichtjahren angegeben. Die Entfernung des Pelikannebels mit 1800 Lichtjahren.

 


Es handelt sich um einen Reflexionsnebel der von dem hellen Stern am linken Rand des Nebels bestrahlt wird.

Der Nebel wird in verschiedenen Katalogen geführt, die Bezeichnung  lautet IC5076=vdB137=LBN394.

Die Enfernung wird in der Literatur mit 5700 Lichtjahren angegeben.

 

Im Bild enthalten ist der offene Sternhaufen NGC6991.


Der Bubble-Nebel NGC7635 liegt im Sternbild Cassiopeia nahe des Sternhaufens M52 und ist 7100 Lichtjahre von uns entfernt.

 

Die ca. 10 Lichtjahre große Blase wird duch den Partikelwind eines jungen, heißen Sternes erzeugt, Katakogbezeichnung SAO 20575 (=BD +60 2522). Dieser Stern hat eine 10..20fache Sonnenmasse und treibt das umgebende Gas mir einer Geschwindigkeit von ca. 28 km/s auseinander.

Die Entdeckung am 3. November 1787 geht auf William Herschel zurück.

 

Eingebettet ist der Bubble-Nebel in eine große HII-Region.

 

Einen schönen Artikel mit einem Bild vom Hubble-Teleskop finden Sie hier

 

Unten links im Bild (über "NGC...") sind andeutungsweise Teile des planetarischen Nebels PK112-00.1=Abell 84 zu sehen.


Der Nebelkomplex IC1805 im Sternbild Cassiopeia strahlt im wesentlichen im Lichte der Hα-Linie (HII=ionisierter Wasserstoff). Die Anregung stammt von Sternenwinden und der Strahlung der massenreichen heißen Sterne vom Sternhaufen Melotte 15 im Zentrum, welche die umgebenden Gaswolken zur Lichtemission anregen. Durch den Strahlungsdruck ist das Innere der Region stark auseinander „geblasen“.

 

Melotte 15 ist eine aktive Sternentstehungsregion. Der Sternhaufen ist ca. 1,5 Millionen Jahre „jung“.

 

IC1805 ist ca. 7500 Lichtjahre von uns entfernt im Perseus-Arm der Milchstraße (Galaktische Koordinaten l=134,7o, b=0,92o).

 

Entdeckt wurde der Nebel am 3. November 1873 von Wilhelm Herschel.

 

Der  offene Sternhaufen NGC1027 ist ca. 2500 Lichtjahre von uns entfernt und steht damit im Vordergrund.

 


Die elliptische Galaxie M105 (=NGC3379) im Sternbild Löwe ist etwa 37 Millionen Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt. Im Zentrum von M105 ist mit dem Hubble-Teleskop ein schwarzes Loch mit ca. 200 Millionen Sonnenmassen nachgewiesen worden.

Die Galaxie NGC3384 ist ein Begleiter von M105 und gehört mit zur Galaxiengruppe um M96(südlich von M105, nicht im Bild).

Die Galaxie NGC3389 liegt mit einer Entfernung von ca. 69 Millionen Lichtjahren im Hintergrund.

 

Im Bild befinden sich weitere schwache Galaxien (PGC...), einige davon sind mit einem gelben Kreis markiert. Das untere Bild wurde mit PixInsight annotiert, alle erkannten Galaxien sind markiert.



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